Kategorie-Archiv: Equipment

Nähgadgets.

Frau DrehumdieBolzenIngenieur sammelt Links zu Nähgadgets, Frau Crafteln hat gestern ihre Liste dazu veröffentlicht. Leider kann ich bei ihr nicht kommentieren. Sie bewahrt Garnrollen in einem Koffer auf – das würde ich gern mal sehen!

Hier ein paar Nähgadgets von mir:

Unentbehrlich: Große Arbeitsplatzleuchte. Seit der weltallerbeste MannimHaus sie mir schenkte, habe ich den absoluten Durchblickund kann auch im Winter nähen. Eine richtige Büro-Arbeitsplatzleuchte zum Anklemmen an meinen umfunktionierten Schreibtisch, auf dem Fräulein Ideal steht. Sie ist 50cm lang und hat mehrere Leuchtröhren. (BTW: An ungewöhnlichen Orten würde bei Handarbeiten eine sehr gute Stirnleuchte sicher gute Dienste tun.)

Unterlegscheiben aus Metall in unterschiedlichen Größen: nutze ich zum Beschweren der Schnitte auf Stoff. Sie sind sehr schwer und sparen meist das lästige Feststecken.

L*go-Magnete: Früher gab es flache Achterplättchen in blau und rot mit beweglichen Magnetköpfchen daran als Kupplung für Fahrzeuge/Züge, die wir zum Aufsammeln heruntergefallener Nadeln nutzten. Leider sind die Magnete wohl allesamt zum Lieblingsneffen verreist. Ersatz suche ich noch.
Magnetnadelkissen nehmen mir zu viel Platz weg und sind zu schwer dafür.

Sicherheitsnadeln: Wenn´s mal wieder schnell gehen muss und keine Zeit zum Heften ist, werden die Stoffstücke damit zusammengesteckt. Piekt weniger beim Anprobieren.

Wendenadeln und gebogene Nadeln: hab ich in unterschiedlicher Größe teils geerbt, teils erworben.  Eine kürzere gebogene Nadel nutze ich zum Annähen von Bundteilen per Hand.

Zauberkreide: Für Markierungen auf der rechten Stoffseite. Verschwindet tatsächlich über Nacht, ohne weiteres Zutun. Dumm allerdings, wenn man in schlaflosen Nächten versehentlich zur Zauberkreide greift, zum Ausrädeln alle Ränder damit markiert, und am ausgeschlafenen nächsten Mittag ist das Meiste wieder weg… Um Nahtlinien für französische Nähte anzuzeichnen allerdings sehr praktisch. Ansonsten benutze ich zwei geerbte große Kreidestücke, die immer mal wieder angeschnitten werden müssen. Halten sicher trotzdem noch ein paar weitere Jahrzehnte.

Schneiderbüste („LaDonna“): ein wunderbares Geschenk. Macht aus meiner Nähecke erst eine sichtbare Nähecke, ist praktisch zum Abstecken auf dem Rücken. Drapieren möchte ich auch mal lernen, dazu würde es ein Anleitungsbuch (Schnittkonstruktion: Drapieren von Teresa Gilewska) geben – habe ich aber nicht, daher keine Buchrezension.

Rockabrunder:
bei LaDonna gleich dabei. Hat etwas gedauert, bis ich das Prinzip verstanden habe, wird jetzt gern genutzt.

Sleeve Head Roll von der Rolle: noch nicht eingesetzt, aber schon in Benutzung gesehen. Verbessert den Sitz von Blazer-, Jacken- und Mantelärmeln.

Nadeleinfädler für Handnadeln: Praktische kleine Drahtschlaufen an Metallplättchen. Geerbt, brauche ich seltener, meist Abends.

Superdünne Seidenstecknadeln mit Glaskopf: Teuer, aber inzwischen unentbehrlich für alle dünneren Stoffe. Produzieren keine Löcher, auch nicht in Jerseys! Verbiegen sich sofort, wenn sie mal unter das Nähfüßchen kommen. Die normalen Stecknadeln nutze ich nur noch für unempfindliche, dicke Stoffe.

Nadelkissen zum Aufhängen: Mindestens 30 Jahre alt, hängt beim Nähen steckbereit an Fräulein Ideal´s Klammer zum Aufspulen der Unterfäden, oder mittels Stopfnadel am Hals von LaDonna.  Nadelkissen für den Finger (selbstgebastelt aus einer Plastikflaschenkappe mit Schaumstofffüllung und Gummiband) oder für das Armgelenk könnte ich noch für alle mobilen Arbeiten gebrauchen irgendwann.

Kurvenlineale: Hab ich noch nicht, könnte praktisch sein bei Schnittveränderungen. Nutzt die wohl jemand?

Handmaß: nutze ich zum gleichmäßigen Abstecken von Umschlägen. Meins ist aus Plastik und leidet seit kurzem an einer Bügelverkrümmung. Müsste mal aus Aluminium gesucht werden.

Overlock-Pinzette: Wenn sie nicht schon bei der Maschine dabei gewesen wäre, würde ich sie sofort nochmal kaufen. Unerlässlich beim Einfädeln.

Steckplatz für nicht genutzte Nähmaschinen-Nadeln: Fehlt mir sehr. Die winzigen Markierungen auf den Nadeln sind auch mit guten Augen sehr schwer zu erkennen. Einmal aus der Verpackung genommen ist eine nachträgliche Zuordnung irre schwer. Irgendwo hab ich mal eine Anleitung zum Selberbasten gesehen, muss ich mal wieder suchen.

Konenhalter für Nähmaschinen: Fehlt mir auch noch. Bei zunehmenden Nähgarnverbrauch würde ich gern mehr auf Overlock-Konen auch für das normale Maschinen-Nähen zurückgreifen. Diese externen Aufsteller sehen praktisch aus.

Loch-/Druckknopf- und Nietenzange: finde ich vielleicht in Euren Listen die perfekte Lösung?. Die Hammer-Plastik-Methode gelingt mir nur mittelmäßig.

Marmelade- und Bockwurstgläser: hängen bei mir frei unter einem Regal, d.h. die Deckel sind auf die Unterseite des Regals geschraubt. Ich mag den Durchblick auf Knöpfe, kleine Garnrollen, Reißverschlüsse (in den langen Gläsern) – natürlich könnten die Gläser/Deckel auch verziert werden… Wenn die Gläser zu voll werden, weiß ich, dass ich entweder mehr nähen muss, oder weniger kaufen darf, oder bald ein neues Regal brauche 😉

Papiertischdecke von der Rolle: war bislang nach einer Recherche meiner besten und ältesten Freundin die günstigste und handlichste Variante für öfter verwendete Schnitte. Packpapier ist mir zu steif, Malerfolie entweder zu dünn oder zu flutschig. Die Papiertischdecke ist mit jedem Stift gut zu beschriften, fühlt sich gut an, reißt nicht und lässt sich klein zusammen falten.

DinA4-Ordner mit Klarsicht-Tüten: hierin sammele ich kopierte und gekaufte Schnittmuster. Mit Trennblättern säuberlich geordnet nach Röcken, Hosen, Kleidern, Blusen, Oberteile, Jacken, Hüten + Accessoires, Undergarment, Sonstiges und Kinderschnitte. (Ja, ich kopiere wesentlich mehr Schnitte als ich nähe 😉 man kann ja nie wissen, wann man ganz dringend sofort losnähen möchte!)

I*ea Sammelbox für Socken: Da gab es mal vor ein paar Jahren eine große, flache aus Pappe und Stoff. Bestens geeignet für alle Kurzwaren und Nähgadgets, die man nicht oft benötigt.

Ui, die Liste ist viel länger geworden als gedacht. Und ich muss jetzt abbrechen.. der Schreibtisch ruft.

Nur einmal im Leben.

Was macht frau nur einmal im Leben? Sich zum ersten Mal verlieben, jedenfalls. Heiraten, hoffentlich. Sterben, mit Sicherheit. Und wie oft kauft man sich eine neue Nähmaschine?

„Braucht“ man überhaupt eine neue Nähmaschine? Da wird es schon schwieriger. Die Alte ist bekannt und vertraut, man kommt recht ordentlich miteinander aus, im Alltag hakt es aber immer öfter. Besonders in schwierigen Situationen, und im Stress fällt auch schon mal das ein oder andere verletzende Wort. Wer hat noch nie bei der Arbeit laut geflucht? Reagiert das Gegenüber immer wie gewünscht, oder frisst es gar Sachen in sich hinein und wird bockig?

Ich frage mich: gilt bei Nähmaschinen auch das Prinzip „Durchhalten und an der Beziehung arbeiten“, also Eine(n) für alle Zeiten – oder gibt es die richtige Maschine für jeden Lebensabschnitt? Oder gar den dringenden Bedarf eines Nähmaschinen-Harems? Btw: liebe feministisch bzw. besser gendergerecht gebildete MitleserInnen, wie lautet das Äquivalent für eine Gruppe fest einer Person zugeordneter Liebesmenschen?

Zurück zum Thema. Ich denke darüber nach, Fräulein Ideal die Altersteilzeit zu ermöglichen. Nur welche neue Maschine passt zu mir?

Sind die inneren Werte entscheidend? Oder sollte ich allein auf dem Bauchgefühl vertrauen? In meiner Art fallen mir natürlich zuerst die Traumprinzen, also die in den Geschäften jeweils teuersten Geräte ins Auge. Ach, wie wäre das Leben schön mit einem, der absolut alles kann … aber passt das zu mir?
Wie Christine Westermann sinngemäß in einem ihrer Buch „Liebling, wann heiratest Du mich“ erklärt: ein halber Apfelkuchen kann nicht mit einer Sahnetorte komplettiert werden. Also erst einmal eine Bestandsaufnahme, Bedarfsanalyse, danach eine Marktsichtung und abschließend Kosten-Nutzen-Betrachtung mit Entscheidungsvorlage an mein Bauchgefühl.

Bügelei … Bügel-Ei?

Früher, in der Jungsteinzeit, bügelte ich grundsätzlich nie, auch nicht beim Nähen. Etwas später, in der mittleren Bronzezeit, fand das Bügeleisen in meinem Studentinnenhaushalt keinen Lebensraum. Heute, im Übergang zwischen Früh- und Hochmittelalter, gibt es immerhin schon ein funktionierendes Dampfbügeleisen in unserem Haushalt. Und in dem einen besuchten Nähkurs nahm ich die stets zum Bügeleisen eilenden Mitnäherinnen interessiert zur Kenntnis.

Seitdem bügele ich die ein oder andere Naht – und ärgere mich, wenn es dann doch nicht gut aussieht (Prinzessnähte – Hosenabnäher) oder Glanzstellen gibt (Wollstoffe).

Zufällig las ich heute morgen bei den Hobbyschneiderinnen, und fand den Link zu einem Youtube-Video mit einer Anleitung zum richtigen Steam-Pressing, erinnerte mich über von mir mit mildem Befremden gelesenen Blogberichte über das „Bügelei“, und zufällig hatte ich ausreichend Zeit, um die 8 min. anzusehen.

Und die Erkenntnis katapultiert mich praktisch in die Neuzeit 😉 Jetzt will ich auch ein Bügelei. Und eine Saumrolle. Und einen Clapper (wie heißt das wohl auf Deutsch?).

Das Beste: SantaLuciaPatterns hat uns schon zu Ostern 2014 ein kostenloses Schnittmuster dafür geschenkt. Und Mema beschrieb schon 2012 den Nähprozess mit Bildern.

Ich überlege, die Hälften noch einmal mittig teilen und einen alten, festen Leinenstoff für die obere Seite und einen Pannesamtstoff für die untere Hälfte zu nutzen. Den stretchigen Stoff verstärke ich mit Vlieseline, damit er beim Stopfen nicht ausbeult.

Jetzt bleibt nur eine Frage: Wo kriege ich Sonntags Sägespäne her?

Bügelkissen, Bügelei

Kaufen kann man die Eier übrigens auch. Z.B. hier, zugleich Bildquelle.