Nur einmal im Leben.

Was macht frau nur einmal im Leben? Sich zum ersten Mal verlieben, jedenfalls. Heiraten, hoffentlich. Sterben, mit Sicherheit. Und wie oft kauft man sich eine neue Nähmaschine?

„Braucht“ man überhaupt eine neue Nähmaschine? Da wird es schon schwieriger. Die Alte ist bekannt und vertraut, man kommt recht ordentlich miteinander aus, im Alltag hakt es aber immer öfter. Besonders in schwierigen Situationen, und im Stress fällt auch schon mal das ein oder andere verletzende Wort. Wer hat noch nie bei der Arbeit laut geflucht? Reagiert das Gegenüber immer wie gewünscht, oder frisst es gar Sachen in sich hinein und wird bockig?

Ich frage mich: gilt bei Nähmaschinen auch das Prinzip „Durchhalten und an der Beziehung arbeiten“, also Eine(n) für alle Zeiten – oder gibt es die richtige Maschine für jeden Lebensabschnitt? Oder gar den dringenden Bedarf eines Nähmaschinen-Harems? Btw: liebe feministisch bzw. besser gendergerecht gebildete MitleserInnen, wie lautet das Äquivalent für eine Gruppe fest einer Person zugeordneter Liebesmenschen?

Zurück zum Thema. Ich denke darüber nach, Fräulein Ideal die Altersteilzeit zu ermöglichen. Nur welche neue Maschine passt zu mir?

Sind die inneren Werte entscheidend? Oder sollte ich allein auf dem Bauchgefühl vertrauen? In meiner Art fallen mir natürlich zuerst die Traumprinzen, also die in den Geschäften jeweils teuersten Geräte ins Auge. Ach, wie wäre das Leben schön mit einem, der absolut alles kann … aber passt das zu mir?
Wie Christine Westermann sinngemäß in einem ihrer Buch „Liebling, wann heiratest Du mich“ erklärt: ein halber Apfelkuchen kann nicht mit einer Sahnetorte komplettiert werden. Also erst einmal eine Bestandsaufnahme, Bedarfsanalyse, danach eine Marktsichtung und abschließend Kosten-Nutzen-Betrachtung mit Entscheidungsvorlage an mein Bauchgefühl.

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