Ich bin ein Opossum. Oder doch eine Badenixe? Teil 1

Lotti lädt ein zum ersten Badenixen Sew Along Treffen . Fräulein Ideal ist zwar noch nicht öffentlich, ich versuche trotzdem probeweise mitzunähen (gleichsam nochmal üben vom Spielfeldrand aus, Ihr versteht?)

Themen heute :
Welcher Stoff? Welcher Schnitt? Wo kann ich am besten bestellen? Welche Empfehlungen gibt es bereits? Was brauche ich eigentlich alles? Ich habe schon erste Ideen und könnte mir folgendes Modell/Stoff/Zubehör vorstellen. Ich habe bereits Material Zuhause und lasse mich noch inspirieren. Ich habe folgende Schnitte bereits zur Verfügung und kann mich nicht entscheiden. Was meinst ihr, welches Modell besser zu mir passt? usw.

Stoff liegt bei mir schon parat – zugegebenermaßen teilweise seit Jahren. Außerdem könnte ich alte Tanzklamotten umfunktionieren. Alles in einem schönen einfarbigen silber, rot und auch ein Reststückchen blau. Letzteres ein Schnapp von meinem bisher einzigen Besuch beim „roten Faden“ in Aachen. Dort habe ich vor einigen Wochen auch Badecups und Gummi erstanden. Selbst ein spezieller Overlockfaden für Wäsche fand den Weg zu mir.

Badestoffe1

Schnitt: Schwierig. Bikini geht wohl schneller, und wäre hier zu Hause gern gesehen. Andererseits habe ich „gefühlt gestern“ zwei neue und schöne Exemplare erstanden, die erst noch 10 Jahre getragen werden müssen 😉
Außerdem sind zum Schwimmen im Schwimmbad Einteiler vorgesehen. Tankinis sind für mich nicht Fisch noch Fleisch, außerdem rutschen sie häufig in der Mitte hoch – gerade bei den Frauen, die ihren Bauch damit verdecken wollen … Nein, ich möchte etwas, was sitzt, fest und kompakt ist.

Vielleicht bastele ich auch drauf los. Dodos Beards verwies auf Monas Anleitung zum Abnehmen eines Slipschnittes. Vielleicht nutze ich das, um einen vorhandenen Badeanzug abzunehmen und Männner-gerecht zu optimieren. Dieses Modell findet nämlich keine Zustimmung beim MannimHaus. Ich habe ihn vor langer Zeit gekauft, mit den Parametern: Es soll bequem sein (check), alles soll sitzen (check) und ich möchte ihn auch mit 4kg mehr um die Taille anziehen können (check). Das erfüllt er großartig. Leider hätte ihn auch meine Omma angezogen …

Neulich beim Test im Schwimmbad voller Männer im Alter von Erfrischungsstäbchen bis Beuteschema: voller Erfolg. Frau wird absolut unsichtbar.

Locken. Und Federn.

Be curly, sagt ein Haarpflegemittel, und auch mein gehätscheltes, alternde Fräulein Ideal, sobald sie Jersey unter ihren Füßchen verspürt.

Das Ergebnis ist immer gekräuselt, egal wie gut ich ihr zuspreche und mit Fadenspannung, Füßchendruck oder Stichlänge variiere. Mit einer der Stichschablonen wird es etwas besser – der Stich sieht ähnlich aus wie moderne „Elastikstiche“. Versäubern mit Zickzackstich ist dann wieder der blanke Horror und reine Materialverschwendung: Nur auf dem Stoff mit wenigstens anderthalb Zentimetern rechts vom Füßchen sowie Butterbrotpapier (nutzt das außer mir noch jemand, ich meine, für seinen ursprünglichen Zweck?) über und unter dem Stoff geht es.

Über Eure Blogs lernte ich Overlock-Maschinen kennen. Was wäre das Leben nur ohne Internet, man hätte gar keine neuen Ideen und Wünsche mehr 😉 Erst einmal ausprobieren, stand also auf meiner Wunschliste. Und wurde prompt erfüllt durch einen kurzen Samstagskurs mit Stoffgeschenk!

Die Zeit reichte für ein T-Shirt und einen sehr simplen Gummizug-Rock. Letzterer, weil ich mich nicht entscheiden konnte, den schönen Stoff noch weiter zu zerschneiden. Er trägt sich wunderbar, mit einem einfarbigen Shirt kombiniert und mit entsprechenden Schuhen und Accessoires schämt sich meine Begleitung meist nicht, mit mir gesehen zu werden. Beides zusammen ist allerdings ein bisschen bunt und definitiv sehr auffällig.

Gute Fotos machen steht noch auf meiner ToDo-Liste. Hier ein Bild vom Einsatz des T-Shirts im Urlaub:
Federn1

Hier der Rock:

Federn2

Material: feiner Jersey vom Stoffzentrum Kühler / Turmstoffe, nicht mehr im Angebot