Zurück im Nähleben.

Liebes Frl. Ideal,

war das nicht ein traumhafter Sommer?  Aber schon vorbei, abgeurlaubt, Haken dran. Und jetzt?

Auch wenn der Herbst der Frühling des Winters sein soll,
– ein Werbespruch, den ich im Urlaub auf einem Schaufenster las, hübscher Spruch, nur das beworbene Produkt erinnere ich nicht mehr, ist das also noch gelungene Werbung? –

sprangen Sie und ich aus dem Urlaub nähtechnisch sofort aus dem Stand übergangslos zum Winter. Kuschelsweat! Kapuze! Pelz! Aber sofort, und mit allen Nebenwirkungen.

(Bild Overlock innen)

Na, was ist das? *
Leider kein Wintermantel, denn die entscheidenden ersten Termine dieses Sewalonsg habe ich urlaubstechnisch genauso verpasst wie die schöne Aktion des Working-Girl-Sewalongs.

Miss E. ist über diese mäandernden Gedanken wieder entpelzt worden und der Kuschelpulli mit separater Kapuze fertig:

Bilder folgen

Für warme Hände sind die Taschen oben mit Pelz, unten mit auf links gedrehtem Kuschelsweat. Trägt auf und scheint durch, scheint mich aber nicht zu stören.

Die Kapuze ist diesmal separiert und mit durchsichtigen Druckknöpfen schließbar.

Schnitt: abgenommen vom Kapuzenpulli, etwas verlängert, Kapuze separat.
Material: 1,8m Wintersweat cremeweiß (stoffe.de), 40cm Pelzimitat (offline), Kamsnaps
Kosten: ca. 29 EUR (ohne Arbeitszeit)
Nochmal? Passform ist immer noch nicht optimal, für legere Freizeitaktivitäten ok.

Zum MeMadeMittwoch bin ich natürlich gnadenlos zu spät, aber was soll´s.

Steppende Grüße,
Ihre Tily.

*Übrigens, mit der Beantwortung so einer Frage aus dem Bildungsfernsehen der im wahrsten Wortsinn grauen Vorzeit habe ich das eine von zwei Malen in meinem Leben bisher etwas gewonnen. Eine Schallplatte und Mausaufkleber, jawohl! Und das mit der falschen Antwort, für die Kreativität. Die gesuchte Bildröhre (Röhrenfernseher, erinnert sich jemand?) hielt ich für die Innenansicht eines  Lockenwicklers aus Draht, die zum besseren Halt mit Bürstchen versehen waren. Nichts für Weicheier, diese Borsten-Wickler, piercten die Kopfhaut beim Feststecken und erhitzten sich sehr stark unter der Trockenhaube. Spätestens dann setzte sich der Geruch des flüssigen Festigers in der Nase fest. Oder der Gestank der Dauerwellentinktur, die vorher so schön auf der Kopfhaut brannte. War doch nicht alles gut, früher!

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