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7 Dinge, die Sie bei Näharbeiten besser nicht tun sollten.

Liebes Frl. Ideal,

überraschenderweise in der online-Ausgabe der Chrismon – die tatsächlich nicht zu meiner üblichen, durchaus ausführlichen Blogrunde zählt – fand ich eine Liste mit 7 Dingen, die man bei der Gartenarbeit nicht tun sollte. Sehr informativ. Obwohl ich, denke ich mal, auch zukünftig keine Zöpfe aus verblühten Narzissen flechten werde. Wer hat denn Zeit für so etwas?

Obwohl, wer hat schon Zeit für irgendetwas. Ich zum Beispiel sollte gerade jetzt eine ganze Reihe von anderen Dingen tun. Etwa das kleine Schwarze weiter nähen   anfangen zu nähen endlich zuschneiden. Nicht nur habe ich das 3. Treffen versäumt, ich habe noch nicht einmal so richtig angefangen. Obwohl, im Kopf ist das Kleid natürlich längst fertig.

Morgen ist schon das 4. und finale Treffen bei Sylvia. Na gut, der Tag hat noch ein paar Stunden. Gestern ging der Tag mit dem unglaublich spannenden Fußballspiel der (deutschen) Frauen auch bis weit in die Nacht. Was für ein Drama!

Drama ist das richtige Stichwort, liebes Frl. Ideal. Nähen kann so dramatisch sein! Wird der Unterfaden noch für diese letzte Naht ausreichen? Werden Sie den Stoff so gern haben, dass Sie ihn in sich hineinfuttern? Und welchen neuen Denkfehler kann ich noch beim zusammennähen machen?

Hier die 7 Sachen, die ich beim Nähen lieber sein lassen sollte:

  1. Den Nahttrenner verlegen.
    (die nächste Naht muss garantiert getrennt werden)
  2. Mal eben schnell noch fertig machen.
    (die nächste Naht muss garantiert getrennt werden)
  3. Fußball gucken.
    (die nächste Naht .. 😉
  4. Das Nähen des Stücks vor Beginn vollständig antizpieren.
    (DAS Kleidungsstück wird sicher gar nicht erst angefangen)
  5. Vor dem Anschnitt an den Stoffpreis denken.
    (DAS Kleidungsstück … 😉
  6. Vor schwierigen Stellen in Karnickel-Starre verfallen.
    (Das klappt schon. Und wenn nicht, hab ich was gelernt!)
  7. Bei „Liebe-auf-den-ersten-Blick-Stücken“ die „brauch-ich-das“-Frage stellen.

In diesem Sinne, Frl. Ideal, noch einen schönen Abend. Ich geh dann mal in mein Nähparadies. Mal schauen, ob das noch etwas wird mit mir und dem kleinen Schwarzen.

Steppende Grüße,
Ihre Tily.